
Ich bin Frank Heinemann und kandidiere zur Wahl der Hamburger Bürgerschaft für Bündnis 90/die Grünen auf Platz 51 der Landesliste.
Beruflich bin ich als Krankenpfleger in einem Hamburger Krankenhaus tätig. Außerdem habe Verfahrenstechnik studiert und auch einige Jahre als Ingenieur für Anlagentechnik gearbeitet. Damit verbinde ich berufliche Erfahrungen aus dem technischen sowie dem sozialen Bereich. Die Sichtweisen aus 2 Berufen möchte ich in meine Arbeit als Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft einfließen lassen.
Frank Heinemann – Krankenpfleger aus St. Pauli
In folgenden Bereichen werde ich mich als Abgeordnete engagieren:
- Verbesserung der medizinischen Versorgung in der äußeren Stadt.
- Verbesserung der medizinischen Versorgung von Transpersonen
- Mehr Anerkennung und Unterstützung für Pflegende
- Eine Weiterentwicklung unserer Energieinfrastruktur im Strom- und Wärmesektor
Ich lebe seit einigen Jahren offen als Transfrau. Parteiintern und privat verwende ich bereits meinen weiblichen Namen: Ramona Heinemann. Nur für offizielle Dinge ist die aus rechtlichen Gründen nicht möglich, weshalb Sie auf beide Namen zu meiner Person stoßen werden. Nach der Bürgerschaftswahl werde ich meinen Namen- und Geschlechtseintrag nach dem Selbstbestimmungsgesetz ändern lassen. Vorher war dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich.
Zu meinen Zielen und Ansätzen im Einzelnen:
Ich werde mich dafür einsetzen, dass Hamburg ein „safe Space“ für alle Minderheiten und queere Menschen bleibt.
Damit queere Menschen sicher leben können, müssen Hass und Gewalt konsequent mit allen politischen und juristischen Mitteln bekämpft werden. Ich möchte in einer Stadt leben in der Alle die Möglichkeit haben, in Sicherheit und Freiheit zu leben.
Auch auf die Bedürfnisse von Transpersonen hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung, wie ärztliche Begleitung einer Hormonersatztherapie oder Nachsorge nach operativen Eingriffen muss Augenmerk gelegt werden. Hier müssen Kompetenzen von Spezialist*innen ausgebaut und besser gebündelt werden. Auch der Zugang Betroffener zu spezialisierten Fachärzt*innen muss verbessert werden.
Zum Schutz der Freiheit gehört auch der Erhalt der Lebensgrundlagen für die Bürger*innen unserer Stadt. Dafür brauchen wir eine gut ausgebaute Infrastruktur, z.B. im sozialen Bereich, im Nahverkehr sowie in der Energieversorgung und eine intakte Umwelt.
Besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge bedarf der Generation 60+. Durch den fortschreitenden Klimawandel werden häufiger Hitzewellen auftreten als bisher. Darauf muss die Stadt durch mehr Stadtgrün, verschattete Gehweg, öffentliche Kühlräume oder telemedizinische Angebote für ältere Menschen vorbereitet werden.
Ein gut ausgebauter elektrifizierter Nahverkehr mit klimatisierten Bussen und Bahnen sichert nicht nur die Mobilität an heißen Tagen, sondern reduziert auch den motorisierten Individualverkehr und dessen Emissionen, wodurch an heißen Tagen weniger Ozon entsteht und die Luftqualität verbessert wird. Damit wird eine zusätzliche Verbesserung der Lebensqualität vor allem älterer Mitbürger*innen erreicht.
Vor allem die Frauen dieser Generation leisten durch die Pflege naher Angehöriger einen Großteil der Pflegearbeit im häuslichen Bereich. Hier muss die Unterstützung verbessert werden. Darüber hinaus bedarf es mehr Anerkennung für beruflich Pflegende in öffentlichen Pflegeeinrichtungen. Außerdem benötigt Hamburg mehr niedergelassene Haus- und Fachärzte, vor allem in den Randbezirken unserer Stadt.
Zu einer lebenswerten Stadt gehört auch eine moderne Energieinfrastruktur. Durch den kontinuierlichen Ausbau von Wind- und Solarenergieanlagen und einer Dekarbonisierung der Wärmegewinnung wird die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger reduziert und die Preise langfristig stabilisiert. Die Produktion erneuerbarer Energien durch Wind und Solar unterliegt jedoch witterungsbedingter Schwankungen. Deshalb muss die Anbindung an die Energienetze der norddeutschen Bundesländer und das europäische Verteilnetz verbessert werden, um eine bessere Lastverschiebung zu gewährleisten. Um kurze Lastschwankung auszugleichen, benötigen wir moderne Strom- und Wärmespeicher. Sollte einmal über mehrere Stunden oder Tage zu wenig Wind wehen, werden moderne wasserstofffähige Gaskraftwerke die Stromversorgung sicherstellen. Durch den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien beginnt bereits heute der durchschnittliche Einkaufspreis für Stromgroßkunden zu sinken. Dieser Trend wird sich bei weiterem Ausbau erneuerbarer Energien in den kommenden Jahren fortsetzen und auch die Preise für private Haushalte senken.