Pressemitteilung Grüne Fraktion in HH-Mitte
Gemeinsam hinschauen und handeln – Kampagne §25/11 unterstützt Betroffene häuslicher Gewalt
Hamburg, 13. Februar 2025 – Häusliche Gewalt ist eine der am häufigsten begangenen Straftaten in Deutschland und betrifft in erster Linie Frauen und Kinder. Sie sind fast immer betroffen, wenn Gewalt in Partnerschaften oder Familien ausgeübt wird – mit schwerwiegenden körperlichen und psychischen Folgen. Diese Form der Gewalt ist kein Randphänomen, sondern kommt in allen gesellschaftlichen Milieus vor.
Um ein klares Zeichen gegen Gewalt im häuslichen Umfeld zu setzen, haben die Fraktion der Grünen, SPD, Linken und Volt in Hamburg-Mitte in der heutigen Sitzung der Bezirksversammlung den Antrag „Gemeinsam. Hinsehen. Handeln. Initiative §25/11 – Haus ohne häusliche Gewalt im Bezirk Hamburg-Mitte unterstützen“ eingebracht. Ziel ist es, mit der bundesweiten Kampagne §25/11 auch in Hamburg-Mitte auf das Thema aufmerksam zu machen und Hilfsangebote für Betroffene und Zeug*innen bekannter zu machen.
Die Kampagne, die in Berlin bereits erfolgreich läuft und mehr als 10.000 Haushalte erreicht hat, ruft Vermieterinnen dazu auf, in ihren Hausfluren Poster mit Informationen zu Hilfsangeboten anzubringen. Außerdem sollen Mietverträge um eine Zusatzklausel ergänzt werden, mit der sich sowohl Mieterinnen als auch Vermieterinnen klar gegen häusliche Gewalt positionieren. Durch diese niederschwelligen Maßnahmen werden Betroffene und Zeuginnen direkt dort erreicht, wo sie leben.
Julia Brinkmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Fraktion, erklärt:
„Gewalt im häuslichen Umfeld bleibt zu oft verborgen. Mit der Kampagne §25/11 schaffen wir Aufmerksamkeit für dieses drängende Problem und senken die Hürden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist unser gemeinsamer Auftrag, Hamburg-Mitte zu einem Bezirk zu machen, in dem sich alle sicher fühlen können – auch und gerade zu Hause.“
Carina van Haeften, zubenannte Bürgerin der Grünen-Fraktion, fügt hinzu:
„Die Kampagne §25/11 zeigt, wie Vermieter*innen eine aktive Rolle dabei spielen können, das Thema häusliche Gewalt sichtbar zu machen und Unterstützung anzubieten. Gerade in einem Bezirk wie Hamburg-Mitte, mit seiner sozialen Vielfalt, sollten wir dieses Potenzial nutzen.“
Miriam Natur, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, ergänzt:
„Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, betroffenen Menschen häuslicher Gewalt bestmöglich zur Seite zu stehen. Die Kampagne §25/11 zeigt, wie durch gezielte Maßnahmen im Wohnumfeld ein niederschwelliger Zugang zu Unterstützung geschaffen werden kann. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen gegen Gewalt.“
Die Bezirksversammlung hat den Antrag angenommen. Genossenschaften und Wohnungsunternehmen in Hamburg-Mitte sollen über die Kampagne informiert und zur Teilnahme motiviert werden. Zudem wird geprüft, inwiefern die SAGA Hamburg sich aktiv beteiligen kann, um das Thema sichtbarer zu machen und Betroffenen niedrigschwellige Unterstützung zu bieten.
Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
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