Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat in ihrer Sitzung am 11. Dezember 2025 den Antrag der Koalition aus SPD, GRÜNE und FDP zur Umsetzung eines Denkmals zum Gedenken an die Opfer der Sturmflut von 1962 am Spreehafen / Harburger Chaussee beschlossen.
Die Bezirksversammlung unterstützt die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg dabei, insgesamt 224 witterungs- und tidebeständige Gedenkplaketten aus Schmuckzinn an den Stufen der Deichinnenseite der Harburger Chaussee anbringen zu lassen. Die 10 x 5 cm großen Plaketten sollen jeweils den Namen und das Sterbealter sowie das Logo der Flutmarke von 1962 tragen; soweit möglich, werden dabei auch etwaige Familien- und Ehepaar-Konstellationen der Opfer berücksichtigt. Darüber hinaus ist geplant, die Stirnseiten der Stufen mit Hilfe von Asphaltfarbe bis zur ehemaligen Deichhöhe von 5,30 m mit dem Logo der Flutmarke von 1962 zu versehen, wodurch das Logo in seiner Gesamtheit von der Straße aus sichtbar werden soll.
Theresa Rothberg, Fraktionsvorsitzende (GRÜNE): „Nur wenige Ereignisse haben die Hamburger Nachkriegsgeschichte so nachhaltig geprägt wie die Sturmflut von 1962. Das Ereignis hat jedoch nicht nur die Verletzlichkeit der Stadt offenbart, es hat auch ihre Stärke sichtbar gemacht. Für uns bedeutet ein zentrales Denkmal im Norden Wilhelmsburgs deshalb nicht nur ein würdiges Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe. Es erinnert uns außerdem daran, wie viel Kraft und Verbundenheit wir aus der gemeinschaftlichen Bewältigung auch leidvoller Erfahrungen ziehen können.“
Kesbana Klein, SPD-Abgeordnete für Wilhelmsburg: „Für Wilhelmsburg ist die Sturmflut von 1962 kein abstraktes Kapitel der Stadtgeschichte, sondern eine Erfahrung, die viele Familien bis heute prägt. Mit den Gedenkplaketten erinnern wir nicht nur an eine Katastrophe, sondern an Menschen, Nachbarinnen und Nachbarn, deren Leben hier verloren ging. Das Denkmal verankert dieses Gedenken sichtbar im Stadtraum und macht deutlich, wie unverzichtbar Solidarität, Schutz und gemeinschaftliche Verantwortung gerade in verletzlichen Stadtteilen sind.“
Timo Fischer, FDP-Gruppe Hamburg-Mitte: „Die Sturmflut von 1962 ist Teil der Hamburger Identität. Mit diesem Denkmal wird die Erinnerung an die Opfer dauerhaft im Stadtraum verankert. Die individuelle Benennung der Verstorbenen macht das Ausmaß der Katastrophe begreifbar und mahnt zu verantwortungsvollem Handeln in der Zukunft.“
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