***Pressemitteilung*** Mehr Klarheit für den Radverkehr in Finkenwerder : Bezirksversammlung unterstützt Prüfung von Fahrrad-Piktogrammen in der Ortsdurchfahrt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat in ihrer Sitzung am 25. Juni 2026 einen Beschluss des Regionalausschusses Finkenwerder bestätigt, der die Prüfung von Fahrrad-Piktogrammen in der Ortsdurchfahrt Finkenwerder vorsieht. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das Miteinander von Rad- und Autoverkehr zu verbessern.

Geprüft werden soll, ob in den Straßen Auehauptdeich, Ostfrieslandstraße, Steendiek, Finkenwerder Norderdeich und Neßdeich Fahrrad-Piktogramme auf der Fahrbahn aufgebracht werden können. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob zusätzliche Hinweisschilder mit dem Hinweis „Fahren auf der Fahrbahn ist erlaubt“ an geeigneten Stellen sinnvoll sind.

Hintergrund ist die besondere Verkehrssituation in der Finkenwerder Ortsdurchfahrt. Die vorhandene Radinfrastruktur ist teilweise lückenhaft oder entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Gleichzeitig wurde die Radwegebenutzungspflicht in weiten Teilen aufgehoben. Radfahrende dürfen dort die Fahrbahn nutzen, was jedoch vielen Verkehrsteilnehmenden nicht bekannt ist und immer wieder zu Unsicherheiten führt.

Dazu erklärt Susanne Mewes, Mitglied des Regionalausschusses Finkenwerder (GRÜNE): „Viele Menschen erleben täglich, dass es auf der Ortsdurchfahrt zu Unsicherheiten zwischen Rad- und Autoverkehr kommt. Dabei geht es nicht darum, einzelne Verkehrsteilnehmende gegeneinander auszuspielen, sondern die bestehenden Regeln sichtbar zu machen. Fahrrad-Piktogramme können dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden und das gegenseitige Verständnis im Straßenverkehr zu stärken. Das ist ein vergleichsweise einfacher Schritt, der die Sicherheit für alle erhöhen kann.“

Dazu Carina Oestreich, SPD-Bezirksabgeordnete für Finkenwerder: „Auf Finkenwerder stehen wir vor der besonderen Herausforderung, dass die Ortsdurchfahrt baulich nicht verbreitert werden kann und somit auch der Neubau von Radwegen nicht möglich ist. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Verkehrsflächen so sicher und verständlich wie möglich zu gestalten. Deshalb wollen wir prüfen, ob Fahrrad-Piktogramme zu einer besseren Orientierung beitragen können. Sie könnten helfen, insbesondere für Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Klarheit über die zulässige Nutzung der Fahrbahn zu schaffen, Konflikte zu vermeiden und das sichere Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden zu stärken. Gut sichtbare Markierungen können dabei einen wichtigen Beitrag zu mehr Orientierung und Verkehrssicherheit leisten.“

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