**Pressemitteilung** Mehr Unterstützung für Tierschutz vor Ort: Hamburg-Mitte stärkt Ehrenamt in der Taubenhilfe

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat in ihrer Sitzung am 19. März 2026 einen Antrag der GRÜNEN- und SPD-Fraktion sowie der FDP-Gruppe zur finanziellen Unterstützung der ehrenamtlichen Versorgung der Hamburger Stadttauben beschlossen.

Der Verein Gandolfs Taubenfreunde e.V. leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Stadttauben in Hamburg. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden kümmern sich um verletzte und kranke Tiere, nehmen Jungtauben auf und setzen sich für eine tierschutzgerechte Bestandsregulierung durch betreute Taubenschläge ein.
Aktuell steht die Versorgung jedoch vor besonderen Herausforderungen: Die Fundtierstelle im Tierheim Süderstraße ist stark ausgelastet und hat vorübergehend einen Aufnahmestopp für Stadttauben verhängt. In der Folge übernehmen die Ehrenamtlichen einen noch größeren Teil der Versorgung, insbesondere für kranke, verletzte oder hilflose Tiere.
Diese zusätzliche Verantwortung bringt erhebliche finanzielle Belastungen mit sich. Kosten für Futter, Unterbringung und vor allem tierärztliche Behandlungen summieren sich auf einen hohen Betrag, allein für medizinische Versorgung fallen jährlich rund 12.500 Euro an. Bislang werden diese Ausgaben vollständig durch den Verein und Spenden gedeckt.

„Wir haben es hier mit einem strukturellen Problem zu tun, das sich nicht kurzfristig lösen lässt“, erklärt Anna Löwe, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Fraktion Hamburg-Mitte. „Umso wichtiger ist es, die Ehrenamtlichen jetzt nicht allein zu lassen. Sie leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag sowohl für den Tierschutz als auch für die Stadthygiene in Hamburg. Eine temporäre Unterstützung in Höhe von 1.250€ aus Sondermitteln ist deshalb nicht nur eine notwendige Entlastung in der aktuellen Situation, sondern auch ein klares Zeichen der Anerkennung für dieses Engagement, das zugleich hilft, öffentliche Einrichtungen zu entlasten.“

Olcay Aydik, Umwelpoltischer Sprecher (SPD): „Eine tierschutzgerechte Bestandsregulierung, etwa durch betreute Taubenschläge, ist der einzig sinnvolle Weg, um die Situation der Stadttauben in Hamburg-Mitte langfristig zu verbessern. Die Ehrenamtlichen leisten hierbei die Hauptarbeit und entlasten die Stadt enorm. Es ist für uns als SPD-Fraktion selbstverständlich, dass wir diese Menschen in einer akuten Notlage nicht im Regen stehen lassen, sondern schnell und unbürokratisch helfen.“

Timo Fischer (Gruppenvorsitzender FDP Hamburg-Mitte): „Stadttauben sind mit ihrem Kot nicht nur ein Hygiene- und Sauberkeitsproblem für die Stadt, sie selbst leiden oft unter Krankheiten und Verletzungen. Eine tierschutzgerechte Bestandsregulierung über Taubenschläge und die damit verbundene Pflege ist daher unterstützenswert.“

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