Mit einem gemeinsamen Antrag setzen sich die Fraktionen von SPD und GRÜNEN sowie die FDP-Gruppe in Hamburg-Mitte dafür ein, dass das geplante Open-Air-Konzert von Paul Kalkbrenner auf dem Heiligengeistfeld nur unter klaren Auflagen und mit Rücksicht auf den Stadtteil durchgeführt wird.
Mit einer erwarteten Besucherzahl von rund 20.000 Menschen erreicht die Veranstaltung eine Größenordnung, die es auf dem Heiligengeistfeld in dieser Form bislang nicht gegeben hat. Gerade deshalb braucht es aus Sicht der Koalition besondere Sorgfalt bei Lärmschutz, Verkehrslenkung, Sauberkeit und beim Schutz der Anwohnenden.
Der Antrag sieht unter anderem vor, die Einhaltung des Lärmschutzes eng zu begleiten, ein tragfähiges Konzept für An- und Abreise sicherzustellen, Maßnahmen zur Müllvermeidung und Reinigung umzusetzen sowie die Erfahrungen nach Durchführung der Veranstaltung politisch auszuwerten.
Zugleich macht der Vorgang aus Sicht der Koalition deutlich, dass bei Veranstaltungen dieser Größenordnung die Auswirkungen auf den Stadtteil frühzeitig stärker mitgedacht werden müssen.
Julia Brinkmann, Fraktionsvorsitzende (GRÜNE): „Natürlich hat das Heiligengeistfeld eine besondere Attraktivität als Veranstaltungsort. Gleichzeitig dürfen die Interessen der Anwohnenden nicht weiter unter Druck geraten. Erfahrungen mit Großveranstaltungen zeigen, dass es nicht nur um Lärm geht, sondern auch um Verkehr, Müll und zusätzliche Belastungen im Quartier bis tief in die Nacht. Deshalb sehen wir das Konzert kritisch und fordern, zukünftig vornehmlich alternative Veranstaltungsorte in den Blick zu nehmen.“
Oliver Sträter, Fraktionsvorsitzender (SPD): „Großveranstaltungen wie dieses Konzert zeigen das Potenzial, aber auch die Grenzen, die das Heiligengeistfeld als Veranstaltungsort hat und welche Verantwortung damit einhergeht. Uns ist wichtig, dass ein attraktives kulturelles Angebot für die Stadt und ein verlässlicher Schutz der Anwohnenden zusammen gedacht werden. Deshalb setzen wir auf klare Auflagen, eine enge Begleitung und eine sorgfältige Auswertung, um so belastbare Erkenntnisse zum zukünftigen Umgang mit verschiedenen Veranstaltungs-Formaten zu gewinnen.“
Jimmy Blum (FDP): „Ich freue mich, dass wir mit diesem Konzert mitten in der Stadt zeigen können, was Hamburg kulturell zu bieten hat. Das zeigt auch: Unsere Mitte-macht-Koalition trägt ihren Namen zu Recht, denn wir machen! Wir setzen auf tragfähige Kompromisse, die es ermöglichen, kulturelle Großereignisse mit den Interessen der Menschen vor Ort zu verbinden. Das bedeutet für uns echte Urbanität und Weltoffenheit. Wir ermöglichen, statt zu verhindern.“
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